Noch immer wird die Reparatur als Sanierungsverfahren von untergeordneter Bedeutung angesehen – zu Unrecht, zeigen doch Erhebungen, dass Reparaturverfahren auf dem Vormarsch sind: 36 % aller durchgeführten Sanierungen wurden unter Nutzung von Ausbesserungs-, Injektions- oder Abdichtungsverfahren durchgeführt – das ist zumindest das Ergebnis der letzten in 2009 veröffentlichten DWA-Umfrage zum Zustand der Kanalisation in Deutschland.




Nach wie vor herrscht in der Branche jedoch großer Informationsbedarf zu den verschiedenen Verfahren und ihrer Eignung hinsichtlich konkreter Anwendungszwecke – wohl nicht zuletzt deshalb, weil es im Bereich der Reparaturverfahren auch im Jahr 2017 an Normen und DIBt-Zulassungen fehlt, die Qualität sicherstellen und bei Planern und Auftraggebern für Vertrauen sorgen.
Beim diesjährigen Reparaturtag werden unter anderem die Anforderungen aus den sich rasant ändernden Normen und Regelwerken im Vordergrund stehen: Was müssen Planer wissen, was muss bei der Planung von Sanierungen mit Reparaturverfahren beachtet werden? Die Technik wird natürlich auch ihren Platz im Vortragsprogramm finden, insbesondere zu den Punkten: Der Einsatz von Kunstharzen, die Einbindung von Zuläufen und Reparaturen von Großprofilen, Schächten und Sonderbauwerken.
Die Auswahl des richtigen Verfahrens unter Risikogesichtspunkten steht ebenso auf der Agenda wie der Umgang mit Mängeln: Was ist ein Mangel, wie beseitige ich ihn und wie kann ich bereits sanierte Bereiche reparieren? Last but not least wird es um die heikle Frage nach der angemessenen Honorierung der bei Reparaturverfahren erbrachten Ingenieurleistung gehen.